
- Verfasst vonPhilip Liebenow
- Veröffentlicht am09.March
- Lesezeit4min
Während ETFs im privaten Vermögensaufbau längst Mittel der Wahl sind, wächst ihre Beliebtheit aufgrund geringer Kosten und eines starken Rendite/Risiko-Verhältnisses bei langer Anlagedauer auch in der Altersvorsorge: zum Beispiel setzen immer mehr Unternehmen auf ETF-basierte bAV. Doch was macht ETFs zur sehr gut geeigneten Anlageform für die Altersvorsorge – und was sind ihre Vorteile gegenüber klassischen Anlageformen?
Auf einen Blick
Breite Risikostreuung: Durch Diversifikation über weltweite Märkte werden Schwankungen ausgeglichen – bei typisch langer Anlagezeit reduziert sich das Verlustrisiko, historisch betrachtet, auf ein Minimum.
Hohe Renditechancen: Historisch 6-8 % p.a. nach Inflation – deutlich höher als klassische festverzinsliche Anlagen.
Niedrige Kosten: Keine Ausgabeaufschläge, keine Bestandsprovisionen – mehr Kapital arbeitet für die Rente.
Anlageformen in der Altersvorsorge: ETFs vs. klassische Anlagen
In der Altersvorsorge – ob private Rentenversicherung, Riester-Rente oder betriebliche Altersvorsorge (bAV) – stehen meist verschiedene Anlagemöglichkeiten zur Auswahl: klassische festverzinsliche Anlagen, aktiv gemanagte Fonds und ETFs (Exchange Traded Funds).
Die Wahl der Anlageform hat bei Laufzeiten von oft über 20 Jahren einen massiven Einfluss auf die spätere Rente. ETFs bieten hier ein gutes Verhältnis von Rendite, Risiko und Kosten.
Beispiel betriebliche Altersvorsorge: Innerhalb der Direktversicherung – der verbreitetsten Form der bAV – gibt es ebenfalls diese drei Anlagemöglichkeiten. Mehr dazu in unserem Beitrag zur Kapitalanlage in der bAV.
Warum ETFs in der Altersvorsorge überlegen sind: Die zentralen Vorteile
1. Breite Risikostreuung minimiert das Verlustrisiko
Durch die breite Diversifizierung von ETFs – ein MSCI World ETF investiert in über 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern – verringert sich das Anlagerisiko deutlich im Vergleich zu Einzelaktien oder aktiv gemanagten Fonds mit wenigen Titeln.
Kurzfristige Kursschwankungen haben bei dieser Streuung geringere Auswirkungen. Langfristig zeigt sich: Die Renditen der Kapitalmärkte werden am besten genutzt, wenn das Kapital kontinuierlich investiert bleibt – wie es für die Altersvorsorge vorgesehen ist.
2. Hohe Renditechancen bei langem Anlagehorizont
Was ETFs besonders attraktiv macht, ist die Kombination aus Rendite und Risiko. Wissenschaftliche Studien zeigen: Ein weltweit diversifiziertes Aktienportfolio erzielte in der Vergangenheit eine durchschnittliche Rendite von etwa 10 % pro Jahr vor Inflation und 6-8 % pro Jahr nach Inflation.
Auch wenn Wertentwicklungen in der Vergangenheit keine Garantie für zukünftige Renditen darstellen: Aus historischer Perspektive ist das Verlustrisiko gering, vor allem bei der in der Altersvorsorge regelmäßig bestehenden sehr langen Laufzeit.
Zum Vergleich: Klassische festverzinsliche Anlagen erzielen oft nur 1-3 % Rendite pro Jahr – bei einer Inflationsrate von 2 % bleibt real kaum Vermögenszuwachs übrig.
3. Niedrige Kosten maximieren die Rendite
Im Gegensatz zu aktiv gemanagten Fonds, bei denen hohe Kosten die Rendite verringern können, zeichnen sich ETFs durch vergleichsweise niedrige Kosten aus, da sie keine Ausgabeaufschläge, Transaktionsgebühren oder Bestandsprovisionen enthalten.
Bei einer Laufzeit von 30 Jahren macht ein Kostenunterschied von nur 1 % pro Jahr einen Unterschied von mehreren zehntausend Euro beim Endkapital.
Fazit: ETFs sind die moderne Lösung für renditestarke Altersvorsorge
Aufgrund ihrer hohen Renditechancen, geringen laufenden Kosten, breiten Diversifizierung und des insgesamt moderaten Risikoprofils bei langfristiger Anlage eignen sich ETFs daher besonders gut für die Altersvorsorge – auch für die betriebliche – das bestätigt auch die Stiftung Warentest.
Besonders in der betrieblichen Altersvorsorge zahlt sich eine ETF-basierte Lösung aus: Wer auf kosteneffiziente Anlagen setzt, bei denen ein Großteil der Beiträge in die freie Kapitalanlage fließt, maximiert die Renditechancen für Mitarbeitende – und macht die bAV zum echten, wertgeschätzten Benefit. Moderne ETF-basierte bAV-Lösungen schaffen dabei – unter Berücksichtigung des Garantieniveaus, der Rentabilität des Sicherungsvermögens und der Kosten für den Versicherungsmantel – die optimale Balance.
Wir machen darauf aufmerksam, dass die Inhalte unserer Internetseite (auch etwaige Rechtsbeiträge) lediglich dem unverbindlichen Informationszweck dienen und keine Rechtsberatung im eigentlichen Sinne darstellen. Der Inhalt dieser Informationen kann und soll eine individuelle und verbindliche Rechtsberatung, die auf Ihre spezifische Situation eingeht, nicht ersetzen. Insofern verstehen sich alle bereitgestellten Informationen ohne Gewähr auf Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität.


