
- Verfasst vonPhilip Liebenow
- Veröffentlicht am19February
- Lesezeit8min
Die betriebliche Altersvorsorge (bAV) ist neben der gesetzlichen Rente und der privaten Vorsorge eine der drei wichtigen Säulen des Altersvorsorgesystems in Deutschland (Verweis Blog Post). Ihr Ursprung reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück. Was damals als freiwillige Zusatzleistung einzelner Arbeitgeber begann, ist heute ein fester Bestandteil des deutschen Rentensystems.
Auf einen Blick
Ursprung der bAV: Die betriebliche Altersvorsorge hat sich von ihren historischen Wurzeln hin zur institutionalisierten zweiten Säule des deutschen Rentensystems entwickelt.
Was ist bAV? Durch staatliche Förderung und Arbeitgeberzuschüsse können Mitarbeitende steuerbegünstigt und effektiv direkt aus dem Bruttogehalt zusätzlich zur gesetzlichen Rente fürs Alter vorsorgen.
Moderne bAV: Neben marktüblichen Modellen entstehen zunehmend digitale, provisionsfreie und renditestarke Lösungen, bei denen das Vorsorgekapital über ETFs investiert wird.
Geschichte der betrieblichen Altersvorsorge (bAV): Von den Anfängen bis heute
Die Wurzeln der betrieblichen Altersvorsorge reichen bis in das 19. Jahrhundert zurück. Mit der Industrialisierung entstanden große Unternehmen, die erstmals Pensionskassen für ihre Mitarbeitenden einführten. Da es in dieser Zeit noch keine staatliche Rentenversicherung gab, sollten freiwillige Betriebsrenten die Beschäftigten bei Invalidität und Alter absichern. Ein entscheidender Meilenstein war die Einführung der gesetzlichen Rentenversicherung im Jahr 1889 unter Otto von Bismarck als Pflichtversicherung. Die betriebliche Altersvorsorge blieb weiterhin freiwillig, doch ergänzte nun die gesetzliche Rente, die als Grundversorgung diente. Die bAV festigte daher ihre Rolle als zweite Säule der Altersvorsorge in Deutschland.
Mit dem Inkrafttreten des Betriebsrentengesetzes (BetrAVG) im Jahr 1974 wurde die betriebliche Altersvorsorge erstmals gesetzlich definiert und abgesichert. Ein bedeutender Fortschritt für Arbeitnehmer:innen war die Einführung des Rechts auf Entgeltumwandlung im Jahr 2002, das ihnen ermöglicht, einen Teil ihres Bruttoehalts steuerbegünstigt und effektiv direkt in eine betriebliche Altersvorsorge umzuwandeln. Die betriebliche Altersvorsorge hat sich seit ihren Anfängen bis heute stark verändert und befindet sich weiterhin im Umschwung. Statt provisionsbasierter, papierhafter und oft kostenlastiger Lösungen setzen moderne Anbieter auf digitale, provisionsfreie und ETF-basierte Lösungen. Statt hoher Abschlusskosten und intransparenter Verträge profitieren Mitarbeitende von einer renditestarken und kosteneffizienten Kapitalanlage und Arbeitgeber:innen können ihre Attraktivität mit einem modernen Benefit stärken.
ginkgo steht genau für diesen Wandel: eine digitale, provisionsfreie bAV, die eine effiziente und zukunftsfähige Altersvorsorge umsetzt. Dadurch soll die betriebliche Altersvorsorge in Deutschland nicht nur in größeren Unternehmen eine Rolle spielen, sondern es soll für alle Unternehmen möglich sein, eine attraktive bAV anzubieten.
Warum ist die bAV so wichtig?
Der zentrale Zweck in der bAV ist die Altersvorsorge. Deswegen ist die bAV gezielt vom Staat gefördert, rechtlich abgesichert und reguliert. Die eingezahlten Mittel sind speziell für die Altersabsicherung vorgesehen.
In der bAV bieten Arbeitgeber:innen zusätzliche Vorsorgemöglichkeiten für ihre Mitarbeitenden an, wählen den Durchführungsweg und kümmern sich um die Beitragszahlungen. Bis zu einer bestimmten jährlichen Höchstgrenze können die Beiträge steuer- und sozialabgabenfrei direkt aus dem Bruttogehalt entrichtet werden.
Zudem leisten Arbeitgeber:innen finanzielle Zuschüsse zu den Einzahlungen oder übernehmen die Finanzierung der Betriebsrente mit Matching-Modellen oder sogar vollständig (Blog Post Finanzierung). Damit ist die bAV eine attraktive Ergänzung zur gesetzlichen und privaten Rente, die von vielen Mitarbeitenden sehr geschätzt wird.


