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Was ist ein ETF?

  • Verfasst von
    Philip Liebenow
  • Veröffentlicht am
    20
    February
  • Lesezeit
    6
    min

ETFs (Exchange Traded Funds) sind seit Jahren ein fester Bestandteil der Finanzwelt. Als passive Indexfonds bilden sie die Wertentwicklung eines Marktes (z. B. den MSCI World) transparent und automatisiert ab. Dank Plattformen wie Trade Republic oder Scalable Capital sind ETFs in der privaten Vorsorge längst etabliert. In der betrieblichen Altersvorsorge sind sie hingegen noch die Ausnahme – dabei bieten sie gerade hier enorme Vorteile. Doch was genau ist ein ETF – und warum eignet er sich so gut für den langfristigen Vermögensaufbau?

Auf einen Blick

Funktionsweise: Ein ETF ist ein börsengehandelter Indexfonds, der die Wertentwicklung eines gesamten Marktes automatisiert nachbildet – ohne teures, aktives Fondsmanagement.

Die Vorteile: Durch den passiven Ansatz profitieren Anleger:innen von geringen Gebühren und sehr breiter, kosteneffizienter Risikostreuung über hunderte oder tausende Unternehmen.

ETF & bAV: ETFs haben bei langfristigem Zeithorizont ein sehr gutes Rendite-Risiko-Verhältnis und passen daher sehr gut zur (betrieblichen) Altersvorsorge.

1. Was ist ein ETF? Definition und Funktionsweise

Ein ETF (Exchange Traded Fund) ist ein Investmentfonds, der direkt an der Börse gehandelt wird. Im Gegensatz zu traditionellen, aktiv verwalteten Investmentfonds gibt es hier kein Fondsmanagement, das versucht, durch die Auswahl einzelner Aktien besser als der Markt zu sein.

Passive Indexnachbildung statt aktivem Management

Stattdessen bildet ein ETF einen bestehenden Index – wie den DAX oder den weltweiten MSCI World – nahezu eins zu eins nach. Steigt der Index, steigt auch der Wert des ETFs. Da keine Fondsmanager aktiv Entscheidungen treffen müssen, ist dieser Prozess weitgehend automatisiert. 

2. Die Vorteile von ETFs: Kosten, Risikostreuung und Rendite

Warum sind ETFs gerade für die (betriebliche) Altersvorsorge so gut geeignet? Die Antwort liegt in drei Kernpunkten:

Vorteil 1: Niedrige Kosten

Während aktiv verwaltete Fonds oft hohe Verwaltungs- und Ausgabegebühren verlangen (oft 1-2+ % pro Jahr oder mehr), sind ETFs aufgrund ihres passiven Ansatzes deutlich günstiger. Die laufenden Kosten (TER – Total Expense Ratio) liegen bei den meisten ETFs zwischen 0,1 % und 0,5 % pro Jahr. Warum das so wichtig ist: Ein Prozentpunkt mehr oder weniger Kosten pro Jahr macht bei langen Laufzeiten einen massiven Unterschied für die tatsächliche Rendite und damit für die spätere Rente.

Vorteil 2: Breite Risikostreuung (Diversifikation)

Mit nur einem ETF investieren Anleger:innen gleichzeitig in zahlreiche Unternehmen weltweit. Ein MSCI World ETF etwa enthält über 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern. Das minimiert das Risiko von Schwankungen erheblich: Selbst wenn einzelne Firmen wirtschaftliche Schwierigkeiten haben, wird dies durch die positive Gesamtentwicklung des Marktes aufgefangen.

Vorteil 3: Attraktive Renditechancen über lange Zeiträume

Historische Daten verdeutlichen die langfristige Stärke von ETFs: Ein weltweit diversifiziertes Portfolio (z. B. MSCI World) erzielte in der Vergangenheit eine durchschnittliche nominale Rendite von etwa 10 % pro Jahr. Nach Abzug der Inflation (real) verblieb ein Vermögenszuwachs von ca. 6 % bis 8 %. [Rendite-Dreiecke]. Auch die Stiftung Warentest empfiehlt ETFs als Mittel der Wahl für die langfristige Altersvorsorge – insbesondere aufgrund des Verhältnisses von Rendite zu Risiko. Dieses sei “so gut wie bei keiner anderen Anlageform” (Stiftung Warentest).

Fazit: ETFs sind das Mittel der Wahl für effiziente (betriebliche) Altersvorsorge 

Angesichts der wachsenden Rentenlücke und stetigen Inflation braucht eine zukunftssichere Altersvorsorge moderne Finanzprodukte. ETFs haben sich hierbei als entscheidendes Element etabliert. Sie bieten niedrige Kosten und ein starkes Verhältnis von Rendite und Risiko. Auch wenn vergangene Wertentwicklungen keine Garantie für zukünftige Renditen sind, zeigt die Historie: Je länger der Anlagehorizont, desto geringer das Verlustrisiko.

Wer diese Vorteile heute gezielt nutzt und auf ETF-basierte Lösungen in der (betrieblichen) Altersvorsorge setzt, schafft eine stabile Basis für ein finanziell sorgenfreies Leben im Ruhestand.

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Philip Liebenow

Gründer und Geschäftsführer von ginkgo

Dr. Philip Liebenow ist Co-Founder und Geschäftsführer von ginkgo. Der promovierte Jurist war zuvor unter anderem bei BCG, Trade Republic und Moss tätig. Auf dem ginkgo Blog schreibt er an der Schnittstelle von HR, Finanzen und Recht über die Umsetzung einer modernen und rechtssicheren Altersvorsorge.